Christian Wiese



Professor für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

Aufenthalt am Forschungskolleg Humanwissenschaften:
2017–2020 (Goethe-Fellow)

Forschungsthema am Forschungskolleg Humanwissenschaften:
»Wechselseitige Wahrnehmungen von Judentum, Christentum und Islam«

Wissenschaftliches Profil von Christian Wiese


Der 1997 an der Universität Frankfurt promovierte Theologe Christian Wiese habilitierte sich 2006 am Fachbereich Religionswissenschaft/Judaistik der Universität Erfurt. Seit 2010 ist er Inhaber der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit, die deutsch-jüdische und europäisch-jüdische Geistes- und Kulturgeschichte sowie die Geschichte der jüdisch-christlichen Beziehungen. Seit 2017 leitet er den vom Land Hessen geförderten LOEWE-Forschungsschwerpunkt »Religiöse Positionierung. Modalitäten und Konstellationen in jüdischen, islamischen und christlichen Kontexten«, dessen Fellowprogramm am Forschungskolleg Humanwissenschaften angesiedelt ist.

Webpage der Goethe-Universität:
Weitere Informationen über Christian Wiese finden Sie hier.

Veröffentlichungen (Auswahl):
    Wissenschaft des Judentums und Protestantische Theologie im Wilhelminischen Deutschland. Ein »Schrei ins Leere«?, Tübingen: Mohr Siebeck 1999.
  1. The Life and Thought of Hans Jonas: Jewish Dimensions, Hanover, N.H. und London: Brandeis University Press 2007.
  2. Hoffnungen und Unheilsspuren. Jüdische Erfahrungen mit Martin Luther, Berlin 2017 (in Vorbereitung).
  3. Hans Jonas – »Zusammen Philosoph und Jude«. Essay. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, 2003.
  4. (Hrsg. mit Eric Jacobson) Weiterwohnlichkeit der Welt: Zur Aktualität von Hans Jonas. Berlin: Philo, 2003.
  5. (Hrsg.) Hans Jonas: Erinnerungen: nach Gesprächen mit Rachel Salamander. Frankfurt am Main: Insel, 2003.

Save the Date - und herzliche Einladung!

Internationaler Kongress zum Thema:
»Die Zukunft des kritischen Idealismus: Hermann Cohen nach 100 Jahren / The Future of Critical Idealism: Hermann Cohen After 100 Years«

Wann und Wo:
28.-31. Oktober 2018, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino 1.801 und 823

Zur Veranstaltung:
Anlässlich des Gedenkens an den Tod des berühmten Marburger Neukantianers Hermann Cohen (1842-1918) vor 100 Jahren und des posthumen Erscheinens seines Werkes »Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums« (1919) veranstaltet die Martin-Buber-Professur vom 28.-31. Oktober 2018 gemeinsam mit der Hermann-Cohen-Gesellschaft und dem Graduiertenkolleg »Theologie als Wissenschaft« sowie in Kooperation mit dem LOEWE-Forschungsschwerpunkt »Religiöse Positionierung«, dem Frankfurter Institut für Religionsphilosophische Forschung und der Universität Turin einen hochkarätigen internationalen Kongress zum Denken des Philosophen.

Unter dem Titel »Die Zukunft des kritischen Idealismus: Hermann Cohen nach 100 Jahren« diskutieren Forscher*innen aus Deutschland, Israel, Italien Österreich, den Niederlanden, Polen, Russland, den USA, Kanada und Chile über die Gegenwartsrelevanz zentraler Themen der Philosophie Cohens, darunter über Ästhetik, Erkenntnistheorie und die philosophische Bestimmung des Verhältnisses von Religion und Vernunft. Eine besondere Rolle spielen in diesem Zusammenhang die jüdische Dimension seines Werkes, seine Verhältnisbestimmung von Wissenschaft des Judentums und protestantischer Theologie sowie seine Interpretation jüdischer Tradition als Grundlage zukunftsweisender Ethik im europäischen Kontext.

Zum Programm:
Weiteres zum Programm finden Sie hier.

Die Teilnahme ist frei, jedoch wird um Anmeldung gebeten - bitte an: kramberger@em.uni-frankfurt.de und (in cc) c.wiese@em.uni-frankfurt.de