Victoria McGeer



Senior Research Scholar am University Center for Human Values, Princeton University; Senior Research Fellow an der School of Philosophy, Australian National University

Aufenthalt am Forschungskolleg Humanwissenschaften:
April−Juni 2016

Forschungsthema am Forschungskolleg Humanwissenschaften:
»Zur Verantwortung ziehen: Eine Ethik für koreaktive Bewusstseine«

Projektbeschreibung:
Mein Projekt thematisiert die Natur verantwortlichen Handelns. Dabei geht es mir besonders um jene Art von Verantwortung, die Individuen zu angemessenen Zielen von Lob und Tadel, von Bestrafung und Belohnung machen. Ich zeige, dass ein solches Handeln davon abhängt, ob jemand bestimmte Arten von geistigen Fähigkeiten besitzt - Fähigkeiten, deren Einsatz eine Person auf schuldhafte Weise unterlassen könnte. Aber wenn man meint, dass Verantwortung von geistigen Fähigkeiten abhängig ist, dann steht man vor dem »harten Problem« zu erklären, was es bedeutet, dass jemand eine Fähigkeit hat und sie auf schuldhafte Weise nicht einsetzt.
Während meines Aufenthaltes am Kolleg konzentriere ich mich darauf, eine allgemeine Beschreibung von geistigen Fähigkeiten herauszuarbeiten. Vor allem betrachte ich Fähigkeiten, die in einem sozialen Kontext zum Einsatz kommen, da ein solcher Ansatz begriffliche Mittel zur Erfassung des Problems bereitstellt. (Eine erste Skizze meines Ansatzes findet sich in dem Aufsatz »The hard problem of responsibility«, den ich gemeinsam mit Philip Pettit geschrieben habe.) (Victoria McGeer)

Förderung des Aufenthaltes:
DFG-Kollegforschergruppe »Justitia Amplificata. Rethinking Justice − Applied and Global«

Wissenschaftliches Profil von Victoria McGeer


Victoria McGeer hat im Fach Philosophie an der University of Toronto mit einer Arbeit über »The Meaning of Living Languages« promoviert Seit 2004 hat sie eine Forschungsposition am Center for Human Values der Princeton University und lehrt am Fachbereich Philosophie der Princeton University. Gegenwärtig ist sie Senior Research Fellow an der School of Philosophy, Australian National University.

Forschungsschwerpunkte:
Philosophie des Geistes; Moralpsychologie; Entwicklungspsychologie; Autismus; Völkerpsychologie

Veröffentlichungen (Auswahl):
  1. Mind in Time: A developmental approach to human intentionality, MIT Press (in Vorbereitung).
  2. (mit Friederike Funk), »Are ›optimistic‹ theories of criminal justice psychologically feasible? The probative case of civic republicanism», in: Criminal Law and Philosophy, online veröffentlicht am 9. Oktober 2015.
  3. (mit Philip Pettit), »The desirability and feasibility of restorative justice«, in: Raisons Politiques, Bd. 57 (2015) (überarbeitete Fassung veröffentlicht in: Restorative Justice: An International Journal, vol. 3 (2015).
  4. »Mind-making practices: the social infrastructure of self-knowing agency and responsibility«, in: Philosophical Explorations, Bd.. 18:2 (2015), S. 259-281.
  5. »Building a better theory of moral responsibility: Response to Manuel Vargas«, in: Philosophical Studies, online veröffentlicht im April 2015.
  6. (mit Philip Pettit), »The hard problem of responsibility«, in: Oxford Studies in Agency and Responsibility, Bd. 3, hg. von D. Shoemaker, Oxford University Press, 2015.
  7. (mit F. Funk und M. Gollwitzer), »Get the Message: Punishment is Satisfying if the Transgressor Responds to its Communicative Intent«, in: Personality & Social Psychology Bulletin, Bd. 40:8 (2014), S. 986-997.
  8. »PF Strawson’s Consequentialism«, in: Oxford Studies in Agency and Responsibility, Bd. 2, hg. von D. Shoemaker und N. Tognazzini, Oxford University Press 2014.
  9. »Civilizing Blame«, in: Blame: Its nature and norms, hg. von D. Justin Coates und Neal A. Tognazzini, Oxford University Press, 2013.
  10. »Co-reactive attitudes and the making of moral community«, in: Emotions, Imagination and Moral Reasoning, hg. von C. MacKenzie und R. Langdon, Macquarie monographs in Cognitive Science, Psychology Press, 2012.

Homepage:
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